2300 m.ü.M.

2300 m.ü.M.

Herausforderungen im alpinen Gebiet

Vereister Windmessmast

Bis Vella

Anpassungen

Enge Strasse

Herausforderung Logistik

In der Schweiz gibt es nur eine begrenzte Anzahl geeigneter Standorte für Windparks. Nach intensiven Abklärungen im Bereich Windmessungen kann das Windparkgebiet in der Surselva als gut geeignet bezeichnet werden. Der Bergkamm 90 Grad zur Hauptwindrichtung ist dabei ideal.

Hingegen in logistischer Hinsicht stellten die standard WEA's mit Teller-Fundament für Stahlrohrtürmen eine fast unlösbare Herausforderung dar. Die Kosten für den Transport einer solchen Turmkonstruktion stehen in keinem Verhältnis zu den Gesamtkosten; von der Umweltbelastung ganz abgesehen. Auch darf den Bauern nicht zugemutet werden, mitten durch Ihr Land eine Autobahn zu planen mit einer Anzahl an Lastwagenfahrten, die in die Tausende geht. (über hundert pro Teller-Fundament, der Rückbau sogar noch mehr).

Mit dieser Erkenntnis wurde der Auftrag zur UVB mitte 2017 unterbrochen. Ein neues Pflichtenheft für eine an diese Situation angepasste WEA musste erstellt werden, was zur Schweizer-Alpen WEA führte. Die Lösung wurde im neuartigen Gitterturm mit mittiger Durchfahrt gefunden. Der ökologische Fussabdruck wird damit rund 50 mal kleiner, der Wasserverbrauch vor Ort praktisch null, der Bau der gesamten WEA inklusive Turm ist mit 20 bis 25 standard 40 Tonnen- Lastwagenfahrten pro WEA erledigt. Der Rückbau besteht ausser den vier kleinen Betonsockeln mit Anker aus Metall und Kupfer und ist damit wieder verwendbar.

Nicht nur soll für dieses Projekt erstmals ein neuartiger Gitterturm aus Rohren statt aus Flachprofilen zum Einsatz kommen (wegen Schnee und Eis), wenn die Zertifizierung gelingt kommt auch erstmals eine erste Schweizerische "made in Switzerland" Energieanlage zum Einsatz. Diese wird nicht nur in der Schweiz produziert, sondern auch durch lokale Arbeitskraft auf dem Berg montiert werden. Mit "standard" Lastwagen aus der Region soll das Rohmaterial für den Turm auf den Berg transportiert werden. 

In einer (eventuell temporären) Montage-/Mehrzweckhalle werden die Einzelteile montiert und anschliessend mittels einem Kesselwagen innerhalb des Perimeters zu den entsprechenden WEA-Stellen gebracht.