Projektstand

Projektstand

Die Infrastruktur zum Windpark könnte aus heutiger Sicht im Herbst 2020 / Sommer 2021 gebaut werden.

Projektstand Januar 2019

Windmessungen

Seit November 2010 waren die Windmessungen im Parkgebiet im Gange. Diese wohl umfangreichste Windmesskampagne in der Schweiz dauerte bis 2014 und umfasste Messmasten auf Staviala Vedra, Grenerberg, Scharls und Cavel (80m, 60m, 10m mobil), Lidargerät auf dem Scharls und Sodargerät auf der Alp Nova.

Die Resultate wurden im Langzeitvergleich abgeglichen mit dem Windpark Andermatt Gütsch und unter Einbezug von geostrophischen Winddaten.

Zwei akkreditierte unabhängige Gutachter (Meteotest CH, Bern und GEO-NET Umweltconsulting, Hannover) waren mit dieser sehr aufwändigen Aufgabe betraut. Die geringe Abweichung der Prognosen zeigt die hohe Qualität der verfügbaren und berücksichtigten Datenbasis sowie der verwendeten unterschiedlichen Berechnungsmodelle.

Zusammenfassend: Der "Parc da vent" kann unter Berücksichtigung von Windenergieanlagen mit grossem Rotordurchmesser und der konzentriert verdichteten Bauweise (95 % des Windes S/SW) wirtschaftlich betrieben werden, trotz hohen Infrastrukturkosten! Der frühere Projektperimeter wurde stark eingegrenzt und befindet sich nur noch auf dem Gebiet Lumnezia.

Logistik

2014 wurde das Logistikgutachten durch die renommierte Transport-Firma Prangl, A-2345 Brunn-Gebirge erstellt. Dieses garantiert einen Transport von bis zu 55m langen Blätter. Die heutigen Schwachwindanlagen, prädestiniert für Schweizerische Windverhältnisse, sind aber wesentlich grösser geworden. Ohne geteilten Rotor ist der Transport fast unmöglich. 

Eine fast unmögliche Herausforderung ist der Aufbau der Türme mit einem Kran zu oberst auf dem Bergkamm. Selbst die Lösung der Firma Max Bögl mit deren Kletterkransystem und der Modulbauweise wäre ein Unding für diese Berge gewesen. sehen Sie hier

 

Baurechtsverträge

Am 19. Juni 2012 hatte die Gemeindeverwaltung Castrisch dem Baurechtsvertrag mit grosser Mehrheit zugestimmt. Nach der Fusion mit der Grossgemeinde Ilanz 2014 laufen nun die Information-Gespräche direkt mit dieser weiter.

Die Gemeindebehörden Lumnezia werden zukünftig, sobald die WEA-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen werden kann, laufend über den Projektfortschritt informiert. Die Verhandlungen der Parc da vent über die mögliche Abgeltung für den Baurechtsvertrag über 100 Jahre werden dann wieder aufgenommen.

 

KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung)

Die KEV ist durch die Pronovo verlängert worden, womit die Voraussetzung für die kostendeckende Einspeisevergütung gemäss Art.7a EnG für sämtliche angemeldeten Windenergieanlagen gegeben ist. 

 

Aktuelle Schritte - Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Das Pflichtenheft zum Umweltverträglichkeitsbericht für das Nutzungsplanverfahren "Parc da Vent " wurde schon am 16. Oktober 2013 genehmigt.

Heute wird die Teilrevision der Nutzungsplanung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Bei dem in Auftrag gegbenen UVB wird geprüft, ob das Projekt den Vorschriften über den Schutz der Umwelt entspricht. Die UVP berücksichtigt die Umweltauswirkungen während der gesamten Projektdauer. Gerade der ökologische Fussabdruck beim grösst geplanten Windkraftwerk der Schweiz bietet Gelegenheit für neue Massstäbe.

Die Firmen CSD Ingenieure AG, Thusis, und Cavigelli Ingenieure AG aus Ilanz begleiten diesen Aufgabenbereich. Die Aufträge an die Vogelwarte Sempach, dem Amt für Natur und Umwelt, Abteilung Jagd und Fischerei, sowie im Bereich Fledermausabklärung wurden im Frühling 2017 vergeben. Verschiedene Gutachten mussten Mitte 2017 wieder unterbrochen werden. Sobald die Zertifizierung gelungen ist, wird der UVB  im Verlauf 2019 wieder mit viel Elan aufgenommen werden. Der Schlussbericht mit den Ergebnissen der Umweltverträglichkeitsprüfung wird danach öffentlich aufgelegt werden.

Gleichzeitig werden auch diverse Abklärungen im Bereich Tourismus gemacht. Da dieser Windpark möglichst mit einer in der Schweiz hergestellten WEA gebaut werden wird, und dies erst noch zuoberst auf dem Bergkamm, werden bestimmt viele Interessierte während des Baus erwartet werden. Es handelt sich bei diesem Bau aber auch um mehrere Weltneuheiten wie z.B. Durchfahrt unter dem Turm, Aufzug der sensiblen Teile einer WEA mittels internem Kran, was bestimmt das Interesse Vieler wecken wird.