Projektstand

Projektstand

mit dem Bau der Infrastruktur zum Windpark könnte aus heutiger Sicht im Frühling 2022 begonnen werden.

Projektstand Januar 2019

Windmessungen

Seit November 2010 waren die Windmessungen im Parkgebiet im Gange. Diese wohl umfangreichste Windmesskampagne in der Schweiz dauerte bis 2014 und umfasste Messmasten auf Staviala Vedra, Grenerberg, Scharls und Cavel (80m, 60m, 10m mobil), Lidargerät auf dem Scharls und Sodargerät auf der Alp Nova.

Die Resultate wurden im Langzeitvergleich abgeglichen mit dem Windpark Andermatt Gütsch und unter Einbezug von geostrophischen Winddaten.

Zwei akkreditierte unabhängige Gutachter (Meteotest CH, Bern und GEO-NET Umweltconsulting, Hannover) waren mit dieser sehr aufwändigen Aufgabe betraut. Die geringe Abweichung der Prognosen zeigt die hohe Qualität der verfügbaren und berücksichtigten Datenbasis sowie der verwendeten unterschiedlichen Berechnungsmodelle.

Zusammenfassend: Der "Parc da vent" kann unter Berücksichtigung von Windenergieanlagen mit grossem Rotordurchmesser und der konzentriert verdichteten Bauweise (95 % des Windes S/SW) wirtschaftlich betrieben werden, trotz hohen Infrastrukturkosten! Der frühere Projektperimeter wurde stark eingegrenzt und befindet sich nur noch auf dem territorial Gebiet Lumnezia.

Logistik

2014 wurde das Logistikgutachten durch die renommierte Transport-Firma Prangl, A-2345 Brunn-Gebirge erstellt. Mit dieser Technologie aus dem Jahre 2014 wäre es nicht möglich Rotoren mit 75 Meter Länge auf den Berg zu transportieren. Die neustes Technologie hingegen macht es wieder möglich.

Eine fast unmögliche Herausforderung ist der Aufbau der Türme mit einem Kran zu oberst auf dem Bergkamm. Selbst die Lösung der Firma Max Bögl mit deren Kletterkransystem und der Modulbauweise wäre ein Unding für diese Berge gewesen. sehen Sie hier

 

Baurechtsverträge

Am 19. Juni 2012 hatte die Gemeindeverwaltung Castrisch dem Baurechtsvertrag mit grosser Mehrheit zugestimmt. Nach der Fusion mit der Grossgemeinde Ilanz 2014 laufen nun die Information-Gespräche direkt mit dieser weiter.

Mit der Gemeindebehörde Lumnezia wird nach einem JA am 24. November 2019 über die Entgeltung des Baurechtsvertrages über den einen Landschaftsrappen pro KWh für die Bevölkerung verhandelt. 

 

KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung)

Die KEV ist durch die Pronovo verlängert worden, womit die Voraussetzung für die kostendeckende Einspeisevergütung gemäss Art.7a EnG für sämtliche angemeldeten Windenergieanlagen gegeben ist. 

 

Aktuelle Schritte - Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Das Pflichtenheft zum Umweltverträglichkeitsbericht für das Nutzungsplanverfahren "Parc da Vent " wurde schon am 16. Oktober 2013 genehmigt.

Heute wird die Teilrevision der Nutzungsplanung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Bei dem in Auftrag gegbenen UVB wird geprüft, ob das Projekt den Vorschriften über den Schutz der Umwelt entspricht. Die UVP berücksichtigt die Umweltauswirkungen während der gesamten Projektdauer. Gerade der ökologische Fussabdruck beim grösst geplanten Windkraftwerk der Schweiz bietet Gelegenheit für neue Massstäbe.

Die Firmen CSD Ingenieure AG, Thusis, und Cavigelli Ingenieure AG aus Ilanz begleiten diesen Aufgabenbereich. Die Aufträge an die Vogelwarte Sempach, dem Amt für Natur und Umwelt, Abteilung Jagd und Fischerei, sowie im Bereich Fledermausabklärung wurden im Frühling 2017 vergeben. Verschiedene Gutachten mussten Mitte 2017 wieder unterbrochen werden. Sobald die Abstimmung ein Ja zum Windpark ergeben hat, wird der UVB wieder mit viel Elan aufgenommen werden. Der Schlussbericht mit den Ergebnissen der Umweltverträglichkeitsprüfung wird danach öffentlich aufgelegt werden.

Gleichzeitig werden auch diverse Abklärungen im Bereich Tourismus gemacht. Da dieser Windpark mit einem in der Schweiz hergestellten Turm zur WEA gebaut werden wird, und dieser erst zuoberst auf dem Bergkamm montiert werden wird, werden viele Interessierte während des Baus erwartet. Es handelt sich bei diesem Bau um mehrere Weltneuheiten. Der erste Hybrid-Turm, made in Switzerland, mittige Durchfahrt unter dem Turm, erste 155 Meter WEA mit 4,5 MW installierter Leistung