Wie geht das....

Wie geht das....

Fragen & Antworten

Region und Bevölkerung

Wird die Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse und Bewilligungen einbezogen?

Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, in verschiedenen Phasen des Projektes Einfluss zu nehmen:

  • Baurechtsverträge zwischen den Gemeinden und der Parc da vent (Abstimmung in den Gemeinden)
  • Anpassung des regionalen Richtplans (öffentliche Auflage)
  • Teilrevision der Nutzungsplanung (Abstimmung in den Gemeinden)
  • Baubewilligung (öffentliche Auflage)

Was haben die Bevölkerung und die Gemeinden von einem solchen Projekt?

Die Gemeinden und die Bevölkerung können über verschiedene Wege von einem Windpark in der Surselva profitieren. Zum einen werden über den Firmenstandort in Lumbrein Steuern generiert. Zum andern können die Gemeinden vom Baurecht profitieren. 

 

Strom und Technik

Wie viel Strom wird produziert?

Es wird mit einer Produktion von bis 75 GWh netto pro Jahr gerechnet.  Diese Stromproduktion entspricht dem Verbrauch von ca. 15’000 durchschnittlichen Schweizer Haushalten.

Wie werden die Windenergieanlagen an das nationale Hochspannungsnetz angeschlossen (oberirdisch, unterirdisch)?

Die interne Parkverkabelung und sowie die Abführung der Energie an die geplanten Einspeisepunkte ins Netz erfolgen unterirdisch. Die Einspeisung ins Strom-Netz Lumbrein geht aus Leistungsgründen und unterschiedlicher Netzebene nicht. Der Einspeisepunkt ist in Tavanasa.

 

Umwelt und Landwirtschaft

Wird der Bau der Windenergieanlagen irreparable Schäden verursachen?

Jedes Tier selbst und auch der Mensch greifen schon durch ihr Leben ständig in die Natur ein. Wir alle leben in Symbiose.  Auch dieser Eingriff zur Stromerzeugung ist vom Menschen für den Menschen und nicht für die Natur. Wie auch beim Skiliftbau sollen aber nur die zwingend notwendigen Eingriffe in die Natur zugelassen werden. Gerade deshalb kann man den Bergkamm nicht auf einen Durchmesser von 20 bis 25 Meter pro WEA flach schleifen, um danach mit hunderten von Lastwagen ein einziges Tellerfundament zu bauen.

Ein Gittertrum hat eben genau diesen Vorteil, dass er mit vier kleinen Betonsockeln (insgesamt zwei Lastwagenfahrten) auskommt. Und wenn dann auch noch die Strasse unter diesem Gitterturm durchführt, braucht es auch keine Stichstrassen zur WEA. Bereits in der Bauphase wird also schon darauf geachtet, dass möglichst ein kleiner Fussabdruck des Menschen entsteht. Dies wird schon im Vorfeld durch die End-Montage auf dem Berg realisert, indem eben nicht grosse Schwertransporte mit Fertigteilen notwendig wird. Auch die Montage selbst benötigt keine fussballfeld-grosse Montageplätze sondern findet auf der Strasse statt. 

Eine Windenergieanlage hat eine Lebensdauer von 20 - 30 Jahren. Je nach Bedarf kann ein Repowering (Ersatz durch eine neue bessere WEA) gemacht werden. Haben wir eines Tages kein Bedarf mehr für diese Energieform, wird die Anlage abgebaut und rezykliert. 90% davon sind bereits heute wiederverwendbar. Die vier Betonsockel pro Turm werden rückgebaut und recycliert. Somit bleibt noch die Perimeterstrasse, welche weiter für die Alpen genutzt werden könnte.

 

Werden schützenswerte Gebiete tangiert?

Bei der Planung der Zuwegung zum Windpark und für deren Fläche wird darauf geachtet, dass möglichst keine geschützten Gebiete tangiert werden. Falls dies nicht überall möglich ist, wird ausserordentlich schonend vorgegangen und im Rahmen der UVP abgehandelt.

 

Können die Alpweiden von den Tieren weiterhin genutzt werden?

Eine gleichzeitige Nutzung des Gebietes durch Windenergieanlagen und Landwirtschaft ist weiterhin möglich. Während der Bauphase im Sommer kann es zu Einschränkungen kommen. Erfahrungen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zeigen, dass die Parallelnutzung als Landwirtschafts-  und Erholungsgebiet sehr gut funktioniert.

Es wurden bereits Gespräche mit allen betroffenen Lumneziern wie Alpbesitzern, Bewirtschaftern und dem Amt für Landwirtschaft Graubünden geführt. Im Rahmen der UVP wird dieser Bereich vertieft behandelt.