Projektstand

Projektstand

Die erste Windenergieanlage wird frühestens 2019 gebaut

Projektstand heute Sommer 2018

Windmessungen

Seit November 2010 waren die Windmessungen im Parkgebiet im Gange. Diese wohl umfangreichste Windmesskampagne in der Schweiz dauerten bis 2014 und umfassten Messmasten auf Staviala Vedra, Grenerberg, Scharls und Cavel (80m, 60m, 10m mobil), Lidargerät auf dem Scharls und Sodargerät auf der Alp Nova.

Die Resultate wurden im Langzeitvergleich abgeglichen mit dem Windpark Andermatt Gütsch und unter Einbezug von geostrophischen Winddaten.

Zwei akkreditierte unabhängige Gutachter (Meteotest CH, Bern und GEO-NET Umweltconsulting, Hannover) waren mit dieser sehr aufwändigen Aufgabe betraut. Die geringe Abweichung der Prognosen zeigt die hohe Qualität der verfügbaren und berücksichtigten Datenbasis sowie der verwendeten unterschiedlichen Berechnungsmodelle.

Zusammenfassend: Der "Parc da vent" kann unter Berücksichtigung von Windenergieanlagen mit grossem Rotordurchmesser und der konzentrierten verdichteten Bauweise (95 % des Windes S/SW) wirtschaftlich betrieben werden trotz den hohen Infrastrukturkosten! Der frühere Projektperimeter wurde dadurch stark eingegrenzt und befindet sich nur noch auf dem Gebiet Lumnezia.

Logistik

2014 wurde das Logistikgutachten durch die renommierte Transport-Firma Prangl, A-2345 Brunn-Gebirge erstellt. Dieses garantiert einen Transport bis zu 55m lange Blätter. Die heutigen Schwachwindanlagen, prädestiniert für Schweizerische Windverhältnisse, sind aber wesentlich grösser geworden. Ohne halbierten Rotor ist der Transport fast unmöglich. Die hier zum Einsatz kommende erste Schweizerische Windenergieanlage verfügt natürlich über halbierte Rotoren.

Eine weitere fast unmögliche Herausforderung war der Aufbau der Türme mit einem Kran zu oberst auf dem Bergkamm, das gelöst werden musste. Selbst die Lösung der Firma Max Bögl mit deren Kletterkransystem und der Modulbauweise wäre ein Unding für die Berge gewesen. sehen Sie hier

 

Baurechtsverträge

Am 19. Juni 2012 hatte die Gemeindeverwaltung Castrisch dem Baurechtsvertrag mit grosser Mehrheit zugestimmt. Nach der Fusion mit der Grossgemeinde Ilanz 2014 laufen nun die Information-Gespräche direkt mit dieser weiter.

Die Gemeindebehörden Lumnezia werden zukünftig, nach dem nun die WEA-Evaluation errfolgreich abgeschlossen werden konnte, laufend über den Projektfortschritt informiert. Die Verhandlungen der Parc da vent über die mögliche Abgeltung für den Baurechtsvertrag über 100 Jahre werden demnächst wieder aufgenommen.

 

KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung)

Die KEV ist durch die Pronovo verlängert worden, womit die Voraussetzung für die kostendeckende Einspeisevergütung gemäss Art.7a EnG für sämtliche angemeldeten Windenergieanlagen gegeben ist. 

 

Aktuelle Schritte - Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Das Pflichtenheft zum Umweltverträglichkeitsbericht für das Nutzungsplanverfahren "Parc da Vent " wurde schon am 16. Oktober 2013 genehmigt.

Heute wird die Teilrevision der Nutzungsplanung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Bei dem in Auftrag gegbenen UVB wird jetzt geprüft, ob das Projekt den Vorschriften über den Schutz der Umwelt entspricht. Das Ergebnis der Prüfung ist eine Grundlage für den Entscheid über das Vorhaben. Die UVP berücksichtigt die Umweltauswirkungen während der gesamten Projektdauer, wodurch das Vorhaben aus Umweltsicht fortwährend optimiert werden kann.

Die Firmen CSD Ingenieure AG, Thusis, und Cavigelli Ingenieure AG aus Ilanz begleiten diesen Aufgabenbereich. Die Aufträge an die Vogelwarte Sempach, dem Amt für Natur und Umwelt, Abteilung Jagd und Fischerei, sowie im Bereich Fledermausabklärung wurden im Frühling 2017 vergeben. Die verschiedenen Gutachten, welche im 2017 gestartet wurden, werden im Verlauf 2018 mit viel Elan fertig erarbeitet sein. Der Schlussbericht mit den Ergebnissen der Umweltverträglichkeitsprüfung wird danach öffentlich aufgelegt.

Gleichzeitig werden auch diverse Abklärungen im Bereich Tourismus gemacht. Da dieser Windpark erstmals mit einer komplett in der Schweiz hergestellten WEA gebaut wird, und dies erst noch zuoberst auf dem Bergkamm, werden bestimmt viele Interessierte während des Baus erwartet werden. Es handelt sich bei diesem Bau aber auch um mehrere Weltneuheiten wie z.B. Durchfahrt unter dem Turm, Aufzug der gesamten Rotor-Nabe inklusive Rotoren ganz ohne Kran, nur durch Seile, etc., was bestimmt das Interesse Vieler wecken wird.